Haben Sie bei der Entwicklung von Zahlungs- oder E-Commerce-Systemen jemals in Betracht gezogen, FLOAT oder DOUBLE für Datenbank-Betragsfelder zu verwenden?
Wenn ja, hören Sie sofort damit auf! Ihr System könnte heimlich Geld verlieren.
Warum sind Gleitkommazahlen in Finanzsystemen verboten? Ein scheinbar unbedeutender Präzisionsfehler, der sich über massive Transaktionsvolumina und Zeit ansammelt, könnte zu irreversiblen Katastrophen führen.
Also, was genau sollten wir verwenden, um Geld zu speichern?
Warum ist FLOAT toxisch für Finanzsysteme?
In der Computerwelt werden Zahlen binär dargestellt. FLOAT (Gleitkommazahlen) ist bei der Darstellung bestimmter Dezimalbrüche eigentlich nur eine “Annäherung”. Es ist, als würde man versuchen, einen zarten Kuchen mit einer groben Kettensäge zu schneiden; egal wie vorsichtig man ist, es fallen immer ein paar Krümel an den Rändern ab.
Das klassische Beispiel ist: 0.1 + 0.2 ist in einem Computer oft nicht gleich 0.3. Wenn Sie Millionen von Transaktionen verarbeiten, häufen sich diese winzigen Fehler von “0.00000000000000004” an, und die Geschäftsbücher werden niemals übereinstimmen. Denken Sie daran:
Wenn es um Geld geht, ist jede “Annäherung” eine Katastrophe.
Das präzise Kassenbuch des Buchhalters: Die Vorteile von DECIMAL
Wenn Sie eine exakte Lösung wollen, bei der “man bekommt, was man sieht”, ist DECIMAL die native Festkommazahl (fixed-point number) der Datenbank und der Branchenstandard.
DECIMAL ist wie das exquisite Kassenbuch in den Händen eines Buchhalters; es trennt ganze Zahlen und Dezimalzahlen präzise und stellt sicher, dass 0.1 + 0.2 absolut gleich 0.3 ist.
Der Goldene Schnitt der Branche: DECIMAL(19, 4)
Wir empfehlen generell die Verwendung von DECIMAL(19, 4):
- 19: Steht für eine Gesamtkapazität von 19 Ziffern (Präzision).
- 4: Bedeutet die Beibehaltung von 4 Ziffern nach dem Komma.
Warum 4 Nachkommastellen beibehalten? Weil bei Berechnungen von Zinsen, Steuersätzen oder Wechselkursen die Zwischenschritte oft mehr als 2 Nachkommastellen ergeben. Das Reservieren von 2 zusätzlichen Pufferziffern erhöht die Berechnungsgenauigkeit, und Sie können am Ende einfach nach geschäftlichen Erfordernissen runden.
Diese Kapazität ist sogar groß genug, damit Sie das gesamte BIP mehrerer Erden kaufen könnten!
Ist es ausreichend für reale Finanzszenarien?
Nehmen wir DECIMAL(19, 4) als Beispiel:
- Ganzzahlige Ziffern: 15 Ziffern
- Maximaler Betrag: 999.999.999.999.999
- USD Umrechnung: Ca. 999 Billionen USD
| Referenz | Betrag |
|---|---|
| US-BIP | Ca. 27 Billionen USD |
| Gesamtes globales BIP | Ca. 105 Billionen USD |
| Gesamtes globales Vermögen | Ca. 454 Billionen USD |
DECIMAL(19, 4) kann Zahlen aufnehmen, die den gesamten globalen Reichtum weit übersteigen, was für die überwiegende Mehrheit von Finanzsystemen vollkommen ausreichend ist.
Maximale DECIMAL-Präzisionsgrenzen, die von großen Datenbanken unterstützt werden
| Datenbank | Maximale Präzision |
|---|---|
| MySQL / MariaDB | 65 |
| PostgreSQL | 131072 (Ganzzahlige Ziffern) + 16383 (Dezimalziffern) |
| SQL Server | 38 |
| Oracle | 38 |
Der Arcade-Token-Automat: Die Methode der kleinsten BIGINT-Einheit
Wenn Sie nach ultimativer Leistung streben, oder wenn Ihr System ultrahohe Anforderungen an die Nebenläufigkeit (Concurrency) wie Stripe oder Alipay hat, dann könnte BIGINT (Ganzzahl-Speichermethode) Ihre erste Wahl sein.
Dieser Ansatz ist wie der Token-Automat in einer Spielhalle: Egal, wie viel Geld man einwirft, die Maschine wandelt es in die “kleinste Einheit” zur Speicherung um. Zum Beispiel:
- 100,50 USD → Gespeichert als
10050(Cents) - 100 TWD → Gespeichert als
100(Dollars)
Warum BIGINT wählen?
| Grund | Beschreibung |
|---|---|
| Ultraschnelle Geschwindigkeit | Ganzzahlige Addition und Subtraktion sind CPU-Spezialitäten; die Rechenleistung ist in der Regel viel schneller als bei DECIMAL. |
| Platzeffizienz | Feste Zuweisung von 8 Bytes, bestens geeignet für ultragroße Datenbanken. |
Der Nachteil ist jedoch eine schlechtere Lesbarkeit. Wenn Sie die Datenbank öffnen und 10050 sehen, müssen Sie es im Kopf (oder in Ihrem Code) automatisch durch 100 teilen.
Der ultimative Showdown: Wie soll man sich entscheiden?
Um zu entscheiden, welche Methode man verwenden sollte, können wir “Abfragehäufigkeit” und “Systemskalierung” berücksichtigen:
| Vergleichsdimension | DECIMAL | BIGINT |
|---|---|---|
| Lesbarkeit | Hervorragend (Zahlen direkt lesen) | Schlechter (erfordert manuelle Konvertierung) |
| Rechengeschwindigkeit | Regulär | Extrem schnell |
| Anwendbare Szenarien | ERP, interne Finanzsysteme, allgemeiner E-Commerce | Hochfrequenzhandel, ultragroße Microservices, konforme APIs im Stripe-Stil |
Pragmatische Empfehlungen
| Anwendbares Szenario | Empfohlenes Feld |
|---|---|
| Allgemeiner E-Commerce, interne Berichtssysteme von Unternehmen, bei denen Buchhalter SQL direkt für Audits ausführen müssen | DECIMAL(19, 4) |
| Hochfrequenz-Handelssysteme oder extreme Skalierbarkeitsanforderungen | BIGINT |
Zusammenfassung
Kurz gesagt, egal für welche Methode Sie sich entscheiden, es ist absolut und dauerhaft verboten, FLOAT zur Speicherung von Geld zu verwenden! Die Wahl des richtigen Feldtyps garantiert, dass Ihr System bei finanziellen Berechnungen absolut stabil bleibt.